Alufelgen von Kratzern befreien – so geht’s

Wer regelmässig in der Stadt unterwegs ist, wird sich öfters mit zerkratzten Alufelgen beschäftigen. Gerade in der Stadt Zürich, Bern oder Basel muss man oft seitlich einparkieren. Falle Nummer 1 um die makellose Alufelge zu beschädigen. Was muss man tun, wenn es passiert? Muss ich zum Fachmann gehen oder kann ich es auch selbst versuchen solche Kratzer zu beseitigen? Wir erklären dir, wie man die Ausbesserung selbst vornimmt und wann man besser zum Profi gehen sollte.

Gewisse Kratzer sind nicht nur optisch ärgerlich, sondern können auch die Sicherheit der Felge beeinträchtigen. So können aus Kratzern Haarrisse entstehen, die du nicht mehr selber wegmachen kannst. Zerkratze Felgen mindern den Wert des Fahrzeuges und können bei einer Besichtigung ausschlaggebend sein. Wer bereits frühzeitig diese Probleme umgehen will, der flickt seine Felgen selbst oder sucht einen Karosserie-Spezialisten auf.

Was tun bei grösseren Kratzern an der Alu-Felge?

Beulen, Abschürfungen oder Korrosionsschäden an der Felge werden meist mit einer Teillackierungen beseitigt. Meist wird die betroffene Stelle geglättet und neu lackiert. Solche Reparatursets sind im Fachhandel zu kaufen und können auch von Laien angewendet werden.

Schritt 1: Betroffene Stelle reinigen

Mit Nitroverdünner lässt sich die betroffene Stelle meist am besten reinigen. Das Mittel auf einen Lappen auftragen und die betroffene Stelle des Felgens reinigen und anschliessend mit einem Waschlappen abtrocknen.

Schritt 2: Raue Oberfläche mit Schmirgelpapier beseitigen und erneut reinigen

Nach der Reinigung ist oftmals das wahre Ausmass des Schadens zu erkennen. Die raue Oberfläche des Kratzers sollte nun mit einem groben Schmirgelpapier (ca. P200) ausgeschliffen werden und anschliessend mit einem feineren Schmirgelpapier ausgebessert werden. Anschliessend sollte die Stelle erneut gereinigt werden.

Schritt 3: Angrenzenden Bereich mit Tape abkleben

Bei dieser Arbeit ist äusserste Sorgfalt geboten, gerade bei den Reifen. Versehentliches Anschleifen von Pneus kann sie beschädigen.

Schritt 4: Spachteln

Dein Reparaturset sollte eine Spachtelmasse zur Verfügung stellen, diese wird zur Auffüllung der Beule verwendet. In diesem Schritt solltest du die Anleitung deines Reparatursets genau beachten. Die Masse wird auf die betroffene Stelle aufgetragen und geglättet. Danach solltest du die Masse aushärten lassen. Wie lange das dauert, kommt auf die Spachtelmasse an. Meist steht in der Anleitung mehr dazu. Am besten lässt du die Masse über Nacht aushärten und führst deine Arbeit am nächsten Tag fort.

Schritt 5: Erneut Schleifen – bis zur Perfektion

Durch das Spachteln ist die Stelle garantiert noch nicht zufriedenstellend aufgefüllt worden. Nun musst du mit Schmirgelpapier erneut schleifen, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Am besten beginnst du wieder mit grobem Schmirgelpapier und arbeitest dich bis zu feinkörnigem Schmirgelpapier vor.

Schritt 6: Reinigen, grundieren, lackieren

Nun sollte die Stelle zum dritten Mal gereinigt werden und anschliessend die Grundierung aufgetragen werden. Dieses Mittel sollte ebenfalls im Flick-Set dabei sein. Anschliessend werden 3-4 Lackschichten aufgetragen und mit Klarlack versiegelt. Der Klarlack sorgt dafür, dass die Farbe vor Wind und Wetter geschützt ist und die Felge auch in Zukunft einwandfrei aussieht.

Was tun bei kleineren Kratzern?

Bei kleineren Schäden muss man nicht so aufwendig vorgehen, wie oben beschrieben. Es reicht meist die betroffene Stelle zu reinigen und zu polieren. Anschliessend arbeitest du mit dem passenden Lackstift und besserst so die beschädigte Stelle aus.

Profi engagieren oder selbst Hand anlegen?

Beim Profi sieht die beschädigte Stelle nach seiner Arbeit mackellos aus. Frage dich also selbst: Wie wichtig ist dir eine Makellose Felge? Könnte solch ein Schaden bald wieder auftreten? Je nachdem lohnt es sich selbst Hand anzulegen. Vor allem aus der Kostenperspektive kommt die DIY-Variante deutlich günstiger als die Arbeit eines Profis. Jedoch muss man damit rechnen, dass bei genauerem Hinschauen der Kratzer in der Felge immer noch zu sehen ist.

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