Der optimale Reifendruck für dein Auto

Die Reifen unseres Fahrzeuges sind die einzigen Kontaktpunkte mit der Erde bzw. dem Asphalt. Physikalisch gesehen haben sie grossen Einfluss auf den Rollwiderstand und begrenzen somit die mögliche Geschwindigkeit. Was ist der optimale Reifendruck für mein Auto? Wieso ist es wichtig, dass ich meine Pneus regelmässig prüfe? Wir klären auf!

Wieso ist es wichtig mit dem richtigen Reifendruck zu fahren?

Wie bereits erwähnt sind die Reifen der einzige Kontaktpunkt mit dem Asphalt. Entsprechend haben Pneus einen hohen Einfluss auf den Benzinverbrauch und die Fahrsicherheit. Wer mit halbplatten Reifen umherrollt erhöht den Widerstand, der auf die Reifen wirkt und dementsprechend springt der Benzinverbrauch in die Höhe. Daneben ist auch die eigene Sicherheit gefährdet.

Reifen bestehen nicht nur aus blossem Kautschuk. Nicht sichtbar ist nämlich ein Stahlgürtel, der sich im inneren der Reifen befindet. Rollt man mit zu tiefem Luftdruck durch die Strasse kann diese Konstruktion schaden nehmen und im schlimmsten Fall führt dies bei älteren Reifen zu einem Platten.

Daneben beeinträchtigt ein zu tiefer Luftdruck das Fahrverhalten deines Autos. Es reagiert träge und kann in einer Notsituation zu einer Verzögerung führen, die am Ende in einem Unfall resultiert.

Wie merke ich, dass ich meine Pneus aufpumpen muss?

Ein unruhiges Heck beim Spurwechsel ist mitunter ein Warnsignal. Man sollte also schleunigst bei der nächsten Tankstelle die Reifen mit mehr Luft auffüllen.

Lässt sich der Wagen nicht mehr sauber geradausfahren, ist dies ebenfalls ein Indiz dafür, dass einer der beiden Vorderreifen an Reifendruck verloren hat.

Achtung: Auch ein zu hoher Reifendruck kann gefährlich sein! Wer zu viel Luft in seine Reifen presst, verringert so die Auflagefläche und somit fehlt es dem Auto an nötigem Grip. Grip, den man vor allem in Notsituationen braucht!

Wo finde ich den gewünschten Reifendruck meiner Pneus?

Es gibt keine universelle Regel, die sich auf alle Reifen übertragen lässt. Unterschiedliche Grössen verlangen unterschiedlichen Reifendruck. Du findest die gewünschten Angaben in der Reifendrucktablle, welche meist in den Herstellerangaben zu finden ist. Oftmals findet man auch im Bereich der Autotür einen Aufkleber, den einem die richtigen Angaben verrät.

Reifenhersteller führen meist eine Liste aller Fahrzeuge und geben den entsprechenden Reifendruck an, den das entsprechende Fahrzeug benötigt. Hier findest du eine entsprechende Tabelle von Continental. 

Man sollte den Reifendruck stets im Auge behalten. So verlieren Reifen innerhalb von nur 4 Monaten rund 10 Prozent des ursprünglich gepumpten Reifendrucks. Ältere Modelle verlieren den Reifendruck tendenziell noch schneller. Es ist also ratsam ab und an beim Tanken den Reifendruck zu kontrollieren und wenn nötig nachzufüllen. Wie bereits erwähnt liegt dies auch im Interesse deines Portemonnaies.

Reifendruck bei Sommer und Winter

Die Temperatur ist mitunter ein Faktor, welcher den Reifendruck beeinflusst. Es ist deshalb auch wichtig während den extremen Jahreszeiten (Sommer und Winter) den Reifendruck regelmässig zu kontrollieren.

Gehen wir davon aus, dass dein Fahrzeug in der Garage bei 20 Grad Celsius aufgepumpt wurde. Fällt das Thermometer draussen zur selben Zeit zum Gefrierpunkt, so beträgt der Reifendruck nur noch 1,8 bar. Bei minus 15 Grad beträgt der Reifendruck nur noch 1,65 bar. Deswegen ist es vor allem im Winter wichtig, den Reifendruck regelmässig zu prüfen.

Einzig die Fahrt auf verschneiter Fahrbahn rechtfertigt Fahren mit einem zu tiefen Luftdruck. Die erhöhte Auflagefläche hilft im Winter das Fahrzeug auch bei schwierigen Bedingungen sicher ans Ziel zu lenken. Wichtig: Sobald der Schnee von der Strasse geräumt wurde, sollte man die Reifen umgehend wieder aufpumpen, ehe der Reifen Schaden nimmt.

Im Sommer herrscht ein ähnlicher Sachverhalt. Wird das Auto bei rund 20 Grad mit Luft versorgt, erhöht sich der Reifendruck bei zunehmendem Wert auf dem Thermometer. Bei 35 Grad kann es zu einem Überdruck kommen, die Auflagefläche wird verringert und das Auto fährt mit zu wenig Grip herum. Die hohen Temperaturen im Sommer lassen die Reifen zwar besser an der Strasse kleben, dass macht die Kontrolle des Reifendrucks im Sommer weniger wichtig als im Winter. Trotzdem sollte man den Druck regelmässig im Auge behalten. Moderne Autos verfügen heutzutage über ein Luftdruck-Messanlage und informieren über einen Druckabfall in den Reifen. Trotzdem ist es besser auf Nummer sicher zu gehen und selber Hand anzulegen.

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