Wann sollte ich die Zündkerzen wechseln?

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Die Zündkerze findet man im Zylinder des Benzinmotors. Sie entzündet das vom Vergaser aufbereitete Benzin-Luft-Gemisch im Inneren des Zylinders und bildet so die Grundlage für den Motorantrieb. Doch wann sollte man die Zündkerzen wechseln? Wir erklären dir worauf du achten musst und bei welchen Anzeichen du sie ersetzen solltest.

Anzeichen für defekte Zündkerzen

Sobald die Zündkerze das Ende ihrer Lebensspanne erreicht beginnt das Auto zu ruckeln. Die Zündungsausfälle der Zündkerze verursacht diese holprige Fahrt. Nach einer weile verschwindet dieses ruckeln wieder. Ein Leistungsabfall des Motors ist zu spüren. Die defekte Zündkerze ist nun komplett ausgefallen und kann den Antrieb deines Autos nicht mehr weiter unterstützen.

Zündkerzen fallen nicht alle auf einmal aus. Sie sind ein wichtiger Bestandteil jedes Benzin-/Dieselmotors und sind in jedem Zylinder verbaut. Die meisten modernen Autos besitzen heutzutage entweder 3 oder 4 Zylinder. Sollte also eine Zündkerze eines 3-Zylindermotors ausfallen fährst du danach nur noch mit 2 Zylinder. Der Leistungsabfall bei kleineren Motoren ist höher, da bei einem 3-Zylinder Motor, eine Zündkerze 1/3 des Antriebs generiert.

Ein weiteres Anzeichen einer defekten Zündkerze ist ein erhöhte Benzinverbrauch. Unvollständige Benzinverbrennung im Inneren des Zylinders führt zu einem erhöhten Benzin-Durst, der Letzen Endes in den Katalysator gelangen kann. Unverbranntes Benzin sollte auf keinen Fall in den Katalysator gelangen, da dieses den Katalysator beschädigen kann und im schlimmsten Fall auch der Katalysator ersetzt werden muss.

Regelmässiger Service schützt vor defekten Zündkerzen

In der Regel ist der Service deines Fahrzeuges so angelegt, dass die Zündkerzen ersetzt werden bevor sie ausfallen. Somit musst du dich nicht um solche Eventualitäten kümmern, so lange du dich an die Serviceintervalle deines Fahrzeughandbuches hältst.

In der Regel werden die Zündkerzen zwischen 30’000 und 60’000 Kilometer im Rahmen des grossen Service ausgetauscht. Die Lebensspanne einer Zündkerze ist heutzutage weitaus länger und kann bis zu 100’000 Kilometer Laufleistung erbringen.

Zündkerzen werden jedoch vorsichtshalber immer noch in viel kürzeren Intervallen ersetzt, damit das Risiko für eine defekte Zündkerze minimiert wird und so kein grösserer Schaden entstehen kann.

Welche Zündkerzen halten am längsten?

Die Elektrode, der Kern der Zündkerze, sorgt für den Funken, der die Verbrennung des Benzin-Luftgemischs im Inneren des Zylinders verursacht. Die Werkstoffe, welche für diese Elektrode verwendet werden, sind Entscheidend darüber, wie lange eine Zündkerze funktionstüchtig bleibt.  Herkömmliche Zündkerzen besitzen eine Eisen-Nickel-Chrom Legierung. Besonders haltbar gelten jedoch Zündkerzen aus Edelstahl. Eine Platinzündkerze kann weitaus mehr als 60’000 Kilometer Laufleistung ertragen.

Noch besser sind Zündkerzen, die aus Iridium gefertigt sind. Sie entsprechen zurzeit dem neuesten Stand der Technik und bleiben dem Auto sogar bis zu 100’000 Kilometer erhalten.

Sollten die Kerzen trotzdem einmal hinüber sein, ist es wichtig auf denselben Zündkerzentyp zu setzen. Werden beim Wechsel Zündkerzen verwendet, die nicht den Herstellervorgaben entsprechen, kann das zu Problemen führen. Der Wagen läuft nicht mehr rund und es kann zu teuren Motorschäden kommen.

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