Zahnriemen einfach erklärt – ein hauch Umweltschutz

Damit der Verbrennungsvorgang im Motor möglichst präzise abläuft gibt es den Zahnriemen. Dieser überträgt die Kraft auf verschiedene Bauteile des Motors, die einen effizienten Betrieb gewährleisten. Doch wie geschieht das genau? Wir erklären dir die Funktionsweise des Zahnriemens und wie er den CO2-Ausstoss reduzieren kann.

Kurzum: Der Zahnriemen steuert den präzisen Verbrennungsvorgang im Motor. Der Riemen wird von der Kurbelwelle angetrieben und steuert unter anderem die Nockenwelle und andere wichtige Bauteile

Die genaue Erläuterung:

Der Aufbau

So sieht der Zahnriemen aus.

Der Zahnriemen ist ein Kunststoffband, dass auf der Innenseite mit trapezförmigen Zähnen bestückt ist, die aus Gummi oder Chloropren-Kautschuk bestehen. Zudem ist die Innenseite mit einem abriebfesten Gewebe beschichtet, um die Zähne vor Verschleiss zu schützen. Der Zugstrang, der sich um die Zähne befindet und das ganze zusammenhält besteht meist aus Glas- oder Aramidfasern.

Die Funktion

Die Nockenwelle ist ein Bestandteil des Automotors. Sie öffnet und schliesst die Ein- und Auslassventile des Motors zur exakt richtigen Zeit. Dadurch wird die Leistung des Motors maximiert. Das Drehverhältnis zwischen Kurbel und Nockenwelle beträgt 2:1, die Kurbelwelle dreht sich also doppelt so schnell wie die Nockenwelle.

Nockenwelle (oben), Ventile (unten)

Über die Ventile, welche von der Nockenwelle gesteuert wird, erfolgt die optimale Versorgung des Brennraums im Motor mit dem Luft-Kraftstoffgemisch. Durch die Verbrennung des Luft-Kraftstoffgemischs werden die Kolben im Innern des Motors mit einer Auf- und Ab-Bewegung in Fahrt gebracht, diese treiben wiederum die Kurbelwelle an.

Die Kurbelwelle wandelt die Kraft in eine Drehbewegung um. Der Zahnriemen verbindet diese beiden Bauteile (Kurbelwelle und Nockenwelle) und überträgt die Kraft, die von der Kurbelwelle ausgeht. Es handelt sich also um eine Art Kreislauf.

Der Zahnriemen sorgt mitunter, dass die Ventile korrekt angesteuert werden, um eine Kollision zwischen Kolben und Ventilen im engen Brennraum zu verhindern, dabei gewährleistet er den Betrieb der Kurbelwelle und somit die Steuerung der Nockenwelle.

Durch die zusätzliche Leistungsoptimierung des Motors wird zugleich auch der CO2-Ausstoss reduziert sowie der Benzinverbrauch gesenkt, da überschüssige Energie der Nockenwelle genau am richtigen Zeitpunkt rausgelassen wird.

Zahnriemen verbindet Nockenwelle (oben) mit Kurbelwelle (unten). Dazwischen sind noch weitere Bauteile auf die Energie der Kurbelwelle angeschlossen.

Der Zahnriemen versorgt also die Bauteile des Motors mit Energie und sorgt dafür, dass neben der Nockenwelle auch andere wichtige Bauteile des Motors in Bewegung gesetzt werden. Unter anderem kann der Riemen die Energie der Kurbelwelle auch auf die Einspritzpumpe, Ausgleichswelle oder auch Wasserpumpe übertragen.

Reisst der Zahnriemen, führt dass mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Motorschaden, der eine kostspielige Reparatur verursachen würde. Es ist daher wichtig, den Zahnriemen bei jedem Autoservice überprüfen zu lassen. In der Regel hält er weit über 100’000 Kilometer, doch bei gewissen billigeren Automodellen kann die Lebensdauer auch weniger sein.

Eine mögliche Alternative zum Zahnriemen ist die Steuerkette. Der Unterschied zwischen Steuerkette und Zahnriemen erfährst du hier.

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